Senior Mass unterstützen: Sichere Radwege für alle Generationen! - ADFC Bremerhaven

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsverein Bremerhaven e. V.

Ein Plakat mit dem Titel „Senior Mass – Kommt mit!“ wird vor einer Schaufensterscheibe ins Licht gehalten.

Senior Mass Demoplakat von Changing Cities im VeloKiez des ADFC Berlin: Kommt mit! © ADFC Schöneberg

Senior Mass unterstützen: Sichere Radwege für alle Generationen!

Zur Senior Mass Fahrraddemo am 20. Juni 2026 hatten wir bereits mit aufgerufen, wegen einer Hitzewarnung hatte es aber eine Planänderung mit verkürzter Route gegeben. Am 26. September 2026 konnten wir dann endlich auf ganzer Route unterwegs sein.

Los ging es am Samstag, den 26. September 2026 um 11:00 an der Yorckstraße Ecke Katzlerstraße in Berlin Schöneberg, wo die Runde um 13:00 Uhr auch wieder endete. Weitere Infos zur Senior Mass am 26. September 2026 und zu weiteren Plänen findet ihr beim Changing Cities Netzwerk Fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg NFTS.

Erneut dabei: die Rikschas von fLotte Sozial Berlin

Schaut bei Interesse einfach mal rein: Die Rikschas von fLotte Sozial sind ein Angebot für mobilitätseingeschränkte Personen und ihre Unterstützer:innen. Die Senior Mass ist inklusiv, alle sind herzlich eingeladen. 

Es wird weitere Senior Mass gehen, wir halten euch auf dem Laufenden. Der ADFC Schöneberg hat sich gefreut, die Senior Mass am 26. September 2026 mit ganzer Route ankündigen zu können, zumal die ursprünglich für den 20. Juni 2026 geplante Senior Mass mit stark verkürzter Route stattfinden musste. Am Tag zuvor war eine amtliche Warnung vor extremer Hitze ausgesprochen worden. 

Wenn Veranstaltungen wegen extremer Hitze abgesagt werden müssen, zeigt dies, wie wichtig Baum- und Hitzeschutz für ganz Berlin sind. 

Gerade ältere Personen sind gesundheitlich gefährdet, wenn sie bei Hitze und starker Sonneneinstrahlung in der Stadt unterwegs sind. Die Veranstalter:innen hatten deshalb entschieden, am Samstag, den 20.06.26 ab 13 Uhr maximal eine symbolische Fahrt zum nächsten schattigen Ort zu unternehmen und dabei unsere gemeinsame Forderung nach Entsiegelung und mehr Straßengrün zu unterstreichen.

Bei der aufgrund des Hitzeschutzes verkürzten Senior Mass am 20. Juni 2026 waren wir dabei.

Der neue Termin für die ursprünglich geplante SeniorMass stand bereits kurze Zeit später fest: Samstag, den 26. September 2026 um 11 Uhr Yorckstraße Ecke Katzlerstraße

Der ADFC Schöneberg hat gemeinsam mit zahlreichen weiteren Initiativen und Verbänden zur Teilnahme an der Senior Mass aufgerufen. Die Senior Mass ist eine Fahrraddemo, die zeigt: Sichere Radinfrastruktur ist keine Frage des Alters, sondern eine Frage der Flächengerechtigkeit. Radwege, die für Senior:innen sicher sind, sind auch sicher für Kinder und damit sicher für alle!

Im Rückblick: die wichtigsten Infos zur Senior Mass am 26.09.2026

Wann:Samstag, 26. September 2026 um 11:00 Uhr
Start und Ziel:Yorckstraße Ecke Katzlerstraße, 10829 Berlin
Strecke:ca. 10 Kilometer durch Schöneberg und Charlottenburg
Zwischenkundgebung:Fasanenplatz
Ende:ca. 13:00 Uhr 
Schirmherrschaft:Dota Kehr
Veranstalterin:Changing Cities, Netzwerk Fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg
Anbindung:S/U-Bahnhof Yorckstraße (S1, U7, M19, S25, S26)

Route: Bülowstraße – Kleiststraße – Tauentzienstraße – Ku'Damm – Uhlandstraße – Fasanenplatz – Fasanenstraße – Hohenzollerndamm – Nachodstraße – Hohenstaufenstraße – Martin-Luther-Straße - Grunewaldstraße – Goltzstraße – Pallasstraße – Goebenstraße – Yorckstraße

Die Route führte auf weiten Strecken über Straßen, die aktuell nicht sicher sind für Menschen jeden Alters, und zeigt damit genau das, was wir fordern, für Kinder, Senior:innen, für alle: Der ADFC Berlin hat im März 2026 den Forderungskatalog Neustart fürs Rad - Das Fahrrad als Schlüssel für eine gute Stadt für alle an die verkehrspolitischen Sprecher:innen der im Abgeordnetenhaus vertretenen demokratischen Parteien übergeben. Das 3. Kapitel “Mehr Fahrrad für ein gerechtes Berlin" richtet sich explizit an Kinder UND Ältere. 

Warum wir bei der Senior Mass Bewegung dabei sind

Im Mai 2026 haben wir mit der Kidical Mass erneut gezeigt, wie wichtig, und auch möglich, sichere Straßen für Kinder sind. Mehr als 150 Teilnehmer:innen, darunter viele Familien, forderten Tempo 30, geschützte Radwege, sichere Kreuzungen und Querungen sowie den Erhalt der Jugendverkehrsschule am Sachsendamm. Die Stimmung war gut, die Forderungen klar. Jetzt setzen wir das Zeichen fort, für die Generation, die weiterhin mit dem Fahrrad mobil bleiben will. 

Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, ist effizient unterwegs: Das wird durch eine aktuelle Studie im Scientific American erneut bestätigt*. Und doch, trotz dieser Effizienz halten gefährliche Straßenverhältnisse viele ältere Menschen davon ab, aufs Fahrrad zu steigen. Das muss sich ändern: Gute Radinfrastruktur kennt kein Alter!

Viele unserer Forderungen für einen kinderfreundlichen Radverkehr unterstützen auch Senior:innen

Auf unserer Webseite zu den Maßnahmen für einen kinderfreundlichen Radverkehr haben wir Forderungen zusammengetragen. Viele davon machen den Radverkehr auch für Senior:innen sicherer, etwa: Tempo 30 innerorts, mindestens vor Schulen und an Schulwegen, Kitas, Pflegeeinrichtungen; Geschützte Radwege an Hauptverkehrsstraßen, breit genug für Lastenräder, Kinderanhänger und Spezialfahrzeuge; Sichere Kreuzungen mit getrennten Ampeln, kein Rechtsabbiegen für Lkw ohne Schutz; Verkehrsberuhigung in den Kiezen, weniger Auto-Durchgangsverkehr;  Fahrradabstellanlagen an Schulen, Kitas und seniorengerechten Einrichtungen.

Unser Motto: “Geht's den Kindern gut, geht's der Stadt gut.” Für die Senior Mass ergänzen wir: “Geht's den Senior:innen gut, geht's uns allen gut.”

Der politische Kontext im Sommer und Herbst 2026 in Berlin

Die Berliner Regierung aus CDU und SPD hat Schutzbestimmungen für Radfahrende aus dem Mobilitätsgesetz gestrichen, betroffen waren die schwächsten Verkehrsteilnehmer:innen. Es ging um sichere Radwege, die auf rund 1.500 Kilometer Hauptverkehrsstraßen nicht mehr verpflichtend sein sollen und um jährlich 30 zu sichernde Unfallschwerpunkte.

Marlene Alber, politische Referentin des ADFC Berlin, kommentierte im April 2026:

„Das Mobilitätsgesetz wurde unter anderem von der SPD erarbeitet und beschlossen, um die Sicherheit von allen Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten. Jetzt will die Regierung sichere Radwege an Hauptverkehrsstraßen aus dem Mobilitätsgesetz herausstreichen. Das ist, als würden sich CDU und SPD persönlich an die Straße stellen und Menschen davon abhalten, aufs Rad zu steigen. Eine Hauptverkehrsstraße ohne Radweg ist der blanke Horror. Dass gefährliche Kreuzungen nicht umgebaut werden sollen, ist schlicht Regierungsversagen. Das ist ein Schlag gegen alle Berliner:innen.“

Beispiele für besonders betroffene Straßen:

Kantstraße (Charlottenburg): Nach schweren Unfällen wurde ein Pop-Up-Radstreifen eingerichtet. Jetzt plant der Verkehrssenat den Rückbau. Die “Demo Kantstraße” läuft bereits in der 20. Runde.

Marienfelder Allee (Tempelhof): Kein sicherer Radweg zwischen Dooring-Zone und Schwerlasttransport. SPD und CDU blockierten jüngst im Verkehrsausschuss die bezirkliche Unterstützung für einen zügigen Umbau.

Ollenhauer Straße (Reinickendorf): Bäume gegen Radfahrende ausgespielt, 116 Bäume sollen fallen, Radwege zu schmal für Lastenräder

Martin-Luther-Straße (Schöneberg): Teil unserer Kidical Mass Route ohne Radinfrastruktur 

Unter den Eichen (Steglitz): Ein breiter Bus-Radstreifen soll erneut zu einer Kfz-Spur umgewandelt werden, wenn es nach der Senatsverwaltung für Verkehr geht. 

Das ist kein Zufall. Die aktuelle Berliner Regierungskoalition fördert die autogerechte Stadt und nimmt Einbußen und sogar Rückschritte bei der Sicherheit des Radverkehrs bewusst in Kauf. 

Wege, die für Kinder sicher sind, sind für alle sicher

Die Verbindung zwischen Kidical Mass und Senior Mass ist mehr als nur symbolisch. Beide Fahrraddemonstrationen fordern dasselbe: Geschütze Radinfrastrastruktur, die Menschen unterschiedlicher Fähigkeiten und Geschwindigkeiten sicher auf dem Fahrrad mobil sein lässt.

  • Tempo 30, das bei Unfällen Leben rettet, ob Kind oder Senior:in
  • Sichere Kreuzungen, an denen rechtsabbiegende Lkw nicht zur tödlichen Gefahr werden
  • Durchgängige Radnetze und Radwege, die nicht einfach aufhören. Eine 8-jährige auf dem Kinderfahrrad, ein 88jähriger auf dem Seniorenfahrrad, ein Elternteil auf dem Lastenrad: Sie alle brauchen Straßen, die nicht zur Gefahr und zum Hindernisparcours werden. 

Wer hat aufgerufen?

Die Senior Mass wird von Changing Cities und dem Netzwerk Fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg veranstaltet und unterstützt von

  • ADFC Schöneberg
  • ADFC Tempelhof
  • Omas for Future
  • fLotte Berlin und fLotte Sozial
  • VCD Nordost
  • Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Berlin
  • Radeln ohne Alter Berlin
  • Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade
  • Wendepunkt gGmbH

Schirmherrschaft: Dota Kehr

Senior Mass am 26.09.2026: Wir waren dabei, das nächste Mal auch du?

Weitere Fahrraddemos für eine inklusive und klimafreundliche Mobilität und einen kinder- und seniorenfreundlichen Rad- und Stadtverkehr werden folgen. Werde Mitglied im ADFC und verstärke unsere Stimme, unterzeichne Petitionen für Tempo 30, sichere Radwege und sichere Kreuzungen.

Wir freuen uns auf dich! 

Am 26. September waren wir auf der Straße, im Engagement für ein Berlin, das Straßen und Radwege für alle hat! Die nächsten SeniorMass haben die Veranstalter:innen von Changing Cities bereits angekündigt, wir halten euch auf dem Laufenden und werden sicher wieder dabei sein und unterstützen. 

Was kannst du bis zur nächsten Senior Mass tun?

  • Teile diese Seite in deiner Kita, Einrichtung, Nachbarschaft und mach darauf aufmerksam, dass das Fahrradfahren kein Alter hat. 
  • Sprich ältere Nachbar:innen und Bekannte an: Viele möchten radeln, trauen sich aber nicht, ermutige sie gern!
  • Schreib an Politiker:innen: Was tut ihr für's Fahrradfahren in jedem Alter?

*Die Studie wird zitiert auf der Senior Mass Webseite des Netzwerk Fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg

https://bremerhaven.adfc.de/artikel/senior-mass-unterstuetzen-sichere-radwege-fuer-alle-generationen-1-2

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