Endlich: Erste Verbesserung auf der Bismarckstraße

Seit 2019 kämpft der ADFC Bremerhaven dafür, dass auf der Bismarckstraße Verbesserungen für den Radverkehr erzielt werden. Im dritten Jahr unserer Bemühungen wurde jetzt eine erste kleine Verbesserung auf unseren Vorschlag hin durchgeführt: Der Radverkehr wird schon im Bereich der Einfahrt auf den Walther-Rathenau-Platz auf den Gehweg gelenkt. Bisher war das erst an der Ausfahrt der Fall mit der Folge, dass man mit dem Fahrrad immer wieder vor der Kühlerhaube von ausfahrenden Autos landete, obwohl man vorfahrtberechtigt war. Die Autofahrer:innen hatten aber auch keinen optischen Anhalt dafür, dass der Radverkehr an dieser Stelle von der Fahrbahn auf den Angebotsstreifen wechselt. Die neue Markierung erspart hoffentlich vielen Radfahrenden an dieser Stelle Stressmomente. Ende August wird es eine Sitzung mit Politik und Behörden geben, bei der über weitere Verbesserungen beraten wird, ganz besonders im Bereich der Kreuzung Bismarckstraße/SchillerStraße/Rheinstraße. 

Nordsee-Zeitung auf Abwegen? "Der GT setzt sich gut in Szene"

Jeden Morgen beginnt der Tag mit Kaffee und der Nordsee-Zeitung. Zwar sollen es die Printmedien immer schwerer haben, aber die Nordsee-Zeitung hat immer noch ihren Stellenwert, hat eine Redaktion, die Vielfalt produziert und Diskussionen in der Stadt aufgreift oder gar in Gang setzt, die Politk aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet etc. Aber einmal in der Woche gibt es den "Artikel des Grauens": samstags auf der Autoseite. Dort werden regelmäßig hochmotorisierte Autos mit erheblichem Spritverbrauch, unglaublich schlechten CO2-Werten in einer Diktion voller männlichem Potenzgehabe vorgestellt. Letztes Beispiel: "Der GT setzt sich gut in Szene" auf Seite 45 der NZ am 12. März. Und das in Zeiten, wo nach weitestgehender Übereinstimmung Maßnahmen zur Abwendung der Klimakatastrophe dringender denn je sind.

Fortsetzung: Nordsee-Zeitung auf Abwegen?

Dort wird der neue Hyundai Stinger GT vorgestellt: 366 PS, 11,1 l Verbrauch, bei höherem Tempo auch über 13 l, Höchstgeschwindigkeit 270 km/h, 238 g/km CO2 - Ausstoß. Im Text finden sich so schöne Formulierungen wie: ..kraftvoll prescht der Stinger nach vorn. Wenn es sein muss, katapultiert der Koreaner seine Gäste in beeindruckenden 5,4 Sekunden auf Tempo 100,... . .. gibt es einen Allradantrieb, der für den nötigen Gripp sorgt." Man könnte eine ganze Seite füllen mit den dämlichen Attributen, die diesem Ungeheuer mit "seiner knackig-direkten Lenkung", dem "üppigen Radstand" und den "sportlichen Genen" zugeordnet werden. Man fragt sich, wofür brauchen die Menschen in heutigen Zeiten ein solches Auto? Nicht ein Hauch von kritischer Distanz im Text, sondern ungeniertes Geprotze. Es wäre wünschenswert, wenn die Nordsee-Zeitung bei der Präsentation von Autos mehr Bewußtsein bezüglich Ressourcenverbrauch, Umweltaspekten und moderner Mobilität zeigen würde statt solchem Macho-Gehabe. Da lob´ ich mir doch mein Fahrrad mit 1/3 PS und 0 g COaußer meiner Atemluft und die vielen Artikel in der NZ, die über Fortschritte und Probleme des Radverkehrs berichten.

Fahrradstraße in der City - Der Anfang ist gemacht !

Wie mit dem Rad gut durch die Innenstadt kommen?

Bisher gab es keine Möglichkeit für Radfahrende, in einem geschützteren Bereich durch die Innenstadt zu kommen. Eine vollständige Freigabe der Fußgängerzone für den Radverkehr ist aktuell  politisch nicht gewünscht und auch sicher nicht völlig unproblematisch, wenn man z.B. an den mitten im Wege stehenden "Abelmann-Pavillon"  mit seinen Ein- und Ausgängen denkt. Schon seit Längerem setzt sich der ADFC dafür ein, dass eine Fahrradstraße parallel zur Bgm.-Smidt-Straße geschaffen wird. Die Novellierung der Straßenverkehrsordnung, ein verändertes Denken der Koalitionäre und das Drängen des ADFC haben dazu geführt, dass der Ausschuss für Öffentliche Sicherheit am 08.03.2022 zugestimmt hat, dass die Strecke "Löningstaße - Prager Straße -Mühlenstraße - Grazer Straße - Keilstraße als Fahrradstraße eingerichtet wird. Bis die entsprechende Ausschilderung eingerichtet, Markierungen aufgebracht und die Parkplätze hinter der großen Kirche für den Radverkehr sicherer umgestaltet sein werden, wird noch einige Zeit vergehen. Aber mit dem politischen Beschluß ist der nötige Anfang gemacht. Und bezüglich der Dauer der Umsetzung versucht der ADFC das Tempo hochzuhalten.

Irina Lewin von FUSS e.V. Bremerhaven © Irina Lewin

FUSS e.V.: Ein neuer Partner für den ADFC Bremerhaven

Der ADFC Bremerhaven freut sich, dass er im Bereich des Umweltverbundes eine*n neue*n Verbündete*n an seiner Seite hat: Frau Irina Lewin hat vor kurzem den FUSS e.V. Bremerhaven gegründet.

Fußgänger als Verkehrsteilnehmer werden zu wenig berücksichtigt. Wir gehen alle mehr zu Fuß als uns bewusst ist. Und nicht jeder Mensch kann Fahrrad fahren. Doch oft sind die Gehwege zu schmal, voll gestellt. Das stört besonders, wenn man mit dem Kinderwagen oder kleinen Kindern unterwegs ist, wenn man einen Rollator oder Rollstuhl braucht. Das Überqueren der Straßen ist oft schwierig und unsicher. Die Ampelschaltungen sind oft nicht fußgängerfreundlich. Fußgänger brauchen mehr Rechte. Dabei ist zu Fuß gehen die natürlichste und gesündeste Fortbewegungsart. In einer attraktiven Umgebung gehen viele gerne zu Fuß. Wer spazieren geht, wandert, tut etwas für seine Gesundheit und Entspannung und entdeckt viel Neues in seiner unmittelbaren Umgebung. FUSS e.V. ist ein unabhängiger Verband, der sich für den Fußgängerverkehr, kurz Fußverkehr einsetzt, für eine nachhaltige gesunde Mobilität. FUSS e.V. ist Ansprechpartner bei der Stadt- und Verkehrsplanung und wirbt für die Freude am zu Fuß Gehen. Wer Lust auf Mitgehen hat und sich für den Fußverkehr einsetzen möchteoder wer Kenntnis von Problemen bei dem zu Fuß gehen in Bremerhaven hat, zum Beispiel schlechte , fehlende Fußwege, schwierige Straßenüberquerungen, kann sich an Irina Lewin wenden, Email: bremerhaven [at] fuss-ev.de. Mittlerweile hat die Gruppe auch eine eigene Website: http://www.bremerhaven-zu-fuss.de/

CM Bremerhaven © ADFC Bremerhaven

Nächste Critical Mass: 19.08.2022

Seit August 2021 findet an jedem 3. Freitag im Monat um 17.00 Uhr in Bremerhaven eine critical mass statt. Bisher wechselte der Startpunkt. Seit April 2022 haben wir aber den Lloyd-Platz (der Platz, wo das Schulschiff Deutschland liegt, bzw. südlich des t.i.m.e-port II) als vorläufig fixen Startpunkt ausgewählt. Die Tour wird auch immer bekannt unter "Aktuelles", auf der Website der Critical Mass-Bewegung, in der Signal-Gruppe, per Twitter und z.T.  per Mail. Übrigens: Auch Herbst und Winter haben die Teilnehmer*innen bisher nicht abgehalten, so dass sich immer zwischen 20 und 50 Personen zusammengefunden. Wer sich der CM-Gruppe auf der Signal-Plattform anschließen möchte, kann dies unter 0176 31731938 tun. Wer CM noch nicht kennt, aber mehr wissen will, kann sich informieren unter diesem Link.

Fahrradboxen in der Innenstadt

Neue Fahrradboxen am Eulenhof und in den Havenwelten

Lang ersehnt, endlich realisiert. Immer wieder klagten besonders Weserradweg-Touristen über Diebstähle teurer Fahrräder, die sie nicht diebstahlsicher in der Innenstadt unterbringen konnten. Die bisher vorhandenen Boxen in der Tiefgarage der Havenwelten waren für E-Bikes und Räder mit größeren Packtaschen nicht groß genug. Jetzt hat "Erlebnis Bremerhaven" zusammen mit der StäPark 23 neue Boxen unter dem Conference-Center des Atlantic-Sail-City-Hotels und 9 auf dem Parkplatz am Eulenhof aufstellen lassen. Für 1 € kann auch ein größeres Rad, auch mit Packtaschen untergebracht werden. Damit wurde eine wichtige Lücke für den Radtourismus in Bremerhaven geschlossen. Das begrüßt der ADFC ausdrücklich. Allerdings hätte er sich doch mehr Hinweise auf die Boxen gewünscht, die im direkten Blickfeld der Weserradweg-Touristen liegen, z.B. in der Nachbarschaft des ehemaligen Koggebräugebäudes oder in Außenbereich des Outlet-Zentrums oder des Klimahauses. Wir hoffen, dass die neuen Boxen von den Touristen gut angenommen werden.

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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